Frau Ministerin Taubert besucht die Projekte zur Integration und Zukunft der Familie: SIAL und LAP in der ifw MBZ GmbH
Integrationszentrum Altenburger Land (SIAL) im Rahmen der Thüringer Initiative zur Integration und Armutsbekämpfung - Nachhaltigkeit (TIZIAN) und Landesarbeitsmarktprogramm.
Seit 2009 wird in der ifw Meuselwitzer BildungsZentrum GmbH erfolgreich ein Projekt in dem Programm TIZIAN und seit 2010 ein Projekt im Rahmen des
Landesarbeitsmarkprogramms durchgeführt. Das TIZIAN-Projekt heißt: „Soziales
Integrationszentrum Altenburger Land“ (SIAL). Der Name des Projektes soll einen Hinweis auf die Unterstützung geben, die in diesem Angebot für die Zielgruppe realisiert werden kann.
Armut wird in unserer Gesellschaft weniger durch existentielle Not beschrieben, sondern vielmehr durch fehlende Teilhabe, geringere Chancen und ungünstigere Zukunftsperspektiven. Dies betrifft vor allem Kinder in Bedarfsgemeinschaften, wobei hier eine Verallgemeinerung und Generalisierung nicht zulässig ist. Vielmehr sind eine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Situation und eine individuelle Hilfe notwendig.
Das Landesarbeitsmarktprogramm stellt Arbeitssuchenden gezielte und individuelle Hilfen zur Verfügung, um eine Integration in den Arbeitsmarkt zeitnah zu erreichen. Dafür ist die Integrationsbegleiterin in der ifw MBZ GmbH zuständig. Zu den Hilfsangeboten gehören sozialpädagogische Unterstützung, der Abbau von Hemmschwellen und die Hilfe bei dem Zugang zu regionalen Unternehmen.
Die beiden Projekte haben sich sehr gut im Altenburger Land etabliert. Gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Jungendamt in Altenburg werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projekten betreut. Das beinhaltet für das Projekt SIAL die genaue Analyse der individuellen Situation, die Vereinbarung über die Ziele und schließlich die Umsetzung der vereinbarten Aktivitäten. Die Erfahrungen aus den vergangenen drei Jahren zeigen, dass dabei die „Hilfe“ mit einem möglichst hohen Anteil an Eigenaktivität und persönlichen Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer realisiert werden muss. Der Sinn und Zweck eines solchen Coaching ist es nicht, die Betroffenen „an der Hand zu nehmen", sondern Unterstützung zu geben um selbst positive Erfahrungen machen zu lassen. Fragen der Erziehung der eigenen Kinder und des Umgangs mit Problemen und Konflikten sind dabei ebenfalls ganz wichtig.
TIZIAN-Projekte und das Landesarbeitsmarktprogramm werden in ganz Thüringen durchgeführt. Bei ihrem Besuch am 20.4.12 in der ifw Meuselwitzer BildungsZentrum GmbH war der Ministerin Frau Taubert praktischer Erfahrungsaustausch wichtig. Dabei war es für die Ministerin bedeutsam, zu
erfahren, wie die Ziele von TIZIAN und dem Landesarbeitsmarktprogramm vor Ort im konkreten Projektbezug umgesetzt werden konnten. Was hat sehr gut funktioniert und wo gab es vielleicht Veränderungsbedarf, der auch bei der konzeptionellen Weiterentwicklung berücksichtigt werden sollte. Frau Taubert wurde über die Aktivitäten in den Projekten und die bisher erreichten Ziele informiert. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die vielschichtigen Problemlagen der Betroffenen. Diese haben sich oft über Jahre entwickelt und sind in kurzer Zeit nicht lösbar. Im Projekt SIAL stehen den Integrationscoachs dafür in der Regel 12 Monate zur Verfügung. Neben der Präsentation der Erfahrungen aus den Projekten durch den Geschäftsführer der ifw MBZ GmbH Herrn Matuszewski und der Integrationsbegleiterin, war das Gespräch mit den Teilnehmerinnen wichtig. Dabei wurde besonders deutlich, dass zum Beispiel im Projekt SIAL die Hilfe nicht nur für die Eltern zur Verfügung steht, sondern ganz besonders für die Kinder in den Bedarfsgemeinschaften, die in das Projekt integriert werden. Frau Taubert betonte, dass die Teilhabe der Kinder insbesondere in Hinblick auf die Bildung, wichtig sei.
Der Geschäftsführer der ifw MBZ GmbH betonte, dass die Fortführung dieser erfolgreichen Projekte nicht nur im Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sei, sondern die initiierten Integrations- und Teilhabeprozesse auch der Region von Nutzen sind.