Profiling und Förderassessment
Profiling
Durchführung: Innerhalb von 1 bis 3 Tagen soll anhand eines vorgegebenen Rasters (normiertes Formular) von einem Profiler berufsrelevante Stärken und Schwächen eines Arbeitsuchenden bewertet werden und die Grundlage für ein Profil vom Arbeitsuchenden für den Arbeitsvermittler gelegt werden
Ausschließlich Stärke-Schwäche-Profil
- Ermittlung anhand vorgegebener Kategorien
- Besonderheiten der Persönlichkeit des Arbeitsuchenden werden nicht angemessen erfaßt
- keine explizite Berücksichtigung von Schlüsselqualifikationen
- Erhebung bisheriger beruflicher Erfahrungen und zukünftiger Perspektiven
Beschränkung auf Bewertungsverfahren
- Zusammenfassung der Beobachtungen in einem Auswertungsbogen und Bewertung der Informationen durch den Profiler
Selektionsdiagnostik (geeignet/nicht geeignet)
- Beschränkung auf wenige Informationen (Vorteil: schneller Überblick, Nachteil: wichtige Informationen gehen verloren)
- Auswahl der Arbeitssuchenden aufgrund des erstellten Profils für bestimmte Jobs
Förderassessment
Durchführung: Innerhalb von 2 Wochen werden berufsbezogene Schlüsselqualifikationen und besondere berufsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten ermittelt und objektivierte Sachverhalte dem Arbeitsuchenden, der Arbeitsverwaltung und potentiellen Arbeitgebern zur Verfügung gestellt. Dabei begleiten (Beobachtungen, Auswertung, Beratung) mindestens zwei geschulte Assessoren die TeilnehmerInnen.
Schlüsselqualifikationen und zusätzlich besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten werden ermittelt
- Ermittlung berufsbezogener Schlüsselqualifikationen die lt. Aussagen regionaler und überregionaler Wirtschaftsunternehmen mind. Ebenso relevant sind wie fachliche Kenntnisse (z.B. Flexibilität, Kooperationsfähigkeit, Problemlösevermögen, Kommunikationsfähigkeit)
- Feststellung von besonderen berufsbezogenen Kenntnissen und Fertigkeiten unter besonderer Berücksichtigung der weiteren beruflichen Entwicklung
Einsatz wissenschaftlich fundierter Methodenvielfalt
- Zusammenfassung der Informationen aus den Beobachtungszeitraum
- Objektivierung der Informationen durch Abgleich der Beobachtungen zwischen den Assessoren (Interraterkonferenz) und danach Beratung mit den TeilnehmerInnen
- Einsatz von verschiedenen wissenschaftlich fundierten Methoden: wie Beobachtung, päd. Experiment, Gespräch
Kompetenzermittlung
- Reflexion über die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Arbeitssuchenden und Aktivierung von Eigeninitiative zur Findung von Jobs und/oder speziellen beruflichen Qualifizierungen
- Ressourcen und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt und damit das Potential für eine Integration in den Arbeitsmarkt